Aber das Pils seid ihr beide? Sabine von Bassewitz Fotografie
Die Imbissbude ist trotz des Ökobooms nicht totzukriegen, im Gegenteil, sie hat sich einen Kultcharakter erarbeitet: die Entstehung der Currywurst ist literarisch aufbereitet worden, über ihren wahren Ursprungsort führen die Bewohner zweier deutscher Städte eine emotional stark aufgeladene Debatte und die im Internet kursierenden Imbissdeutsch-Sprachkurseerfreuen sich großer Beliebtheit.
Außerdem hat sich der Imbiss weiterentwickelt: neben der klassischen CurrywurstPommes sind kulinarische Grüße aus aller Herren Länder (und Meere) im Angebot, in den Innenstadtgebieten großer Städte findet man viele Edel-Imbisse und zudem wächst die Zahl derer, die auf der Biowelle reiten und Bio-Currywurst mit Bio-Pommes anbieten. Es gibt sogar Imbisse, die tageweise an Hochzeitsgesellschaften vermietet werden.
Ob nun ökologisch oder konventionell, edel oder abgerockt, Rotwein oder Pils: befreit von Etikette und Wartezeit bekommt man im Imbiss eine leckere Mahlzeit und als Souvenir für den restlichen Tag Bratfettgeruch in Kleidung und Haaren.










